Smart Homes auf dem Vormarsch

Goldgräberstimmung herrscht derzeit rund um das schöne, vernetzte Heim. Internet, Mobilfunk und Digitaltechnik machen es möglich, auch das Eigenheim in James Bond Manier mit vielen nützlichen und spannenden Funktionen zu versehen. Ein Überblick über die verschiedenen Systeme ist allerdings nicht ganz einfach.

Smart Home Steuerung via Tablet

Was auf den ersten Blick wie technische Spielerei klingt, ist für die Gebäudeautomation in vielen Bereichen heute schon Realität und bringt handfeste Vorteile mit sich. Eine typische Anwendung ist die bedarfsgerechte Steuerung und Schaltung von Beleuchtungseinrichtungen und Heizungen, um auf diesem Wege eine intelligente Nutzung von Energie zu erreichen.

War dies bis vor kurzem noch mit hohem finanziellen Aufwand verbunden, so gibt es heute schon viele Anbieter im preislichen Mittelfeld, die auch für den kleinen Geldbeutel erschwinglich sind.

Bunt sind die Versprechungen, welche Einsparungen und Komfortgewinne damit möglich sein sollen. Es wird vorgerechnet, dass mit einer einzigen App beispielsweise 27% Heizkosten gespart werden – glaubt man den Angaben im Prospekt. Für jedermann bedienbar und auch sonst einfach großartig. Zwar kennt jeder von uns auch Horrorstories vom nicht mehr bedienbaren Heim, wenn die Haussteuerung verrücktspielt. Was jedoch in größeren Gewerbebauten und Hotels seit mehr als zehn Jahren problemlos läuft, kann auch im privaten oder kleinen gewerblichen Umfeld nützlich zu verwenden sein.

Eine Prognose des BMWi geht für Deutschland für 2025 von einem Smart Home Umsatz in Höhe von knapp 20 Mrd. Euro aus. Allerdings macht die Vielzahl der Anbieter und Konzepte derzeit eine Auswahl schwer. Zu unterschiedlich sind die Ansätze und viele Systeme sind proprietär, so dass man sich auf einen Hersteller festlegen muss. Die einzelnen Komponenten sind zwar relativ billig, man ist jedoch vom Anbieter abhängig. Es gibt unabhängige Protokolle wie EnOcean, Z-Wave oder Zigbee, die sich technisch und konzeptionell unterscheiden, eine Mischung ist jedoch kaum möglich.

Integration diverser Smart Home Anwendungsmöglichkeiten

Der Aufbau ist bei allen Systemen relativ ähnlich: Sensoren überwachen Messwerte wie Helligkeit oder Temperatur. Ein kleiner, ans Internet angebundener Computer wertet die Daten aus und steuert Aktoren an, die dann etwa das Licht anschalten, das Heizungsthermostat öffnen, die Rolladen oder Markisen bewegen und vieles mehr. Der Mensch bedient das ganze über eine hübsche Oberfläche etwa auf Tablet oder Smartphone.

Wer jetzt aber mit einem bunten Prospekt in der Hand beim Elektriker seines Vertrauens anfragt, wird schnell merken, dass das Ganze alles andere als einfach ist. Das liegt neben dem Fehlen einer empfehlenswerten Standardlösung vor allem daran, dass hier verschiedene Welten wie Elektrik, Funktechnik, Internet und EDV sowie Consumer-Elektronik zusammenkommen.

Für jeden Bereich gibt es verschiedene Ansprechpartner, die jeweils so unterschiedlich arbeiten, dass dem Kunden neben der Auswahl einer geeigneten Lösung die Koordination unterschiedlicher Dienstleister zukommt. Wer technisch versiert ist, kann sicherlich einige Teilbereiche auch in Eigenleistung erschlagen, so dass etwa für die Steuerung von Heizungsthermostaten nicht zwingend ein Klempner vor Ort gebraucht wird.

Smart Home ist also zunächst alles andere als einfach. Einen Königsweg gibt es nicht, es sei denn in der Welt eines einzigen Anbieters mit den dort vorhandenen Möglichkeiten. Mit dem Risiko, das Ganze bei neuen Anforderungen tauschen zu müssen. Allerdings gewöhnt man sich rasch daran, sein Heim vom Smartphone aus zu steuern und möchte es dann kaum mehr missen!

Bildquellenangaben
Quelle: © iStockphoto.com, Autor: Prykhodov, Bild-ID: 30766718
Quelle: © iStockphoto.com, Autor: bobvidler, Bild-ID: 21522283

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