IT-Migration in der Praxis

Gute geplant ist halb gewonnen...

Auch wenn die technologische Lebensdauer moderner Serversysteme durchschnittlich bei fünf Jahren liegt, finden sich in der Praxis deutlich ältere Systeme, die dann wirklich am Ende ihrer Möglichkeiten angelangt sind. Irgendwann ist dann der Punkt erreicht, wo kurzfristig Ersatz beschafft werden muss, sei es durch Hardwaredefekt oder aufgrund funktionaler Probleme.

IT-Migration in der Praxis

Im Gegensatz zu kontinuierlichen Updates und Erneuerungen macht das dann aber meist große Schwierigkeiten, da unzählige Wechsel- wirkungen und Anforderungen zu beachten sind. Diese werden in der Praxis regelmäßig unterschätzt, so dass Ärger vorprogrammiert ist. Dabei ist in der Regel die Investition in neue Hardware nur ein Anteil der Gesamtkosten. Auch die Software ist zu aktualisieren und häufig sind vielfältige Arbeiten für Datenübernahme, Konfiguration und Administration erforderlich.

Es führt also kein Weg daran vorbei, sich systematisch mit dem Übergang vom Altsystem auf das neue auseinanderzusetzen. Und dieser geht nicht von einem Tag auf den anderen, sondern erfordert ein koordiniertes Vorgehen.

Spätestens mit großen Technologiesprüngen wird dann die Aufgabe der Systemumstellung zu einem Projekt, in das diverse Beteiligte mit einzubeziehen sind. Was ist nun der beste Weg, um erfolgreich zum Ziel zu gelangen?

Bestandsaufnahme und Planung

Als erstes muss eine umfassende Bestandsaufnahme und Planung vorgenommen werden. Hier werden in der Praxis häufig schon weitreichende Fehler gemacht, oft mit schwerwiegenden Konsequenzen. Denn wenn die Basis nicht stimmt, sind richtige Entscheidungen Glückssache. Es macht also durchaus Sinn, sich über die Zusammensetzung des Migrations-Teams fundierte Gedanken zu machen. Mit einem erfahrenen praxiserprobten externen Dienstleister an der Seite wird gefährlicher „Tunnelblick“ vermieden.

Erst anschließend werden die Anforderungen definiert und zugleich die organisatorische und kaufmännische Planung vervollständigt. Hier gilt es, eine gehörige Portion Fingerspitzengefühl und Weitsicht an den Tag zu legen. Für eine Abschätzung des genauen Migrations-umfangs und der daraus resultierenden Prozesse und Aufgaben müssen vor allem auch wirklich alle Dinge, die vom Standard abweichen, identifiziert werden. Nur so können erforderliche individuelle Entwicklungen und Systemanpassungen von Anfang an in den Prozess eingeplant werden. Überraschungen werden so vermieden.

Steht das alles, muss „nur noch“ der Migrationsplan abgearbeitet werden. Meist wird man zunächst die Migrationsumgebung abseits der produktiven Systeme aufbauen, dann testen und erst nachfolgend das Produktivsystem umstellen. Wenn alles stimmt, können Sie ohne Bauchschmerzen mit dem neuen System arbeiten und nach einer Übergangsphase das alte System abschalten. Je nach Intensität der Neuerungen wird es anschließend Aufgabe sein, alle Nutzer mit ins Boot zu holen. Denn Versionswechsel oder gar komplette Umstellungen von Software setzen auch immer ein Umdenken beim User voraus. Ansonsten wird es anstrengend, wie gut auch immer die neue Technik laufen mag. Neues ist erstmal fremd und damit gibt es einen Teil der Nutzer, die diese Veränderungen grundsätzlich ablehnen.

Wer daraus den Schluss zieht, es sei hilfreich, alle betroffenen Personen von Anfang an mit ins Boot zu holen, liegt falsch: Wer zu früh auf Befindlichkeiten eingeht, macht die ohnehin schon komplexe Aufgabe auch technisch noch viel komplizierter. Gefragt ist ein praktikabler Mittelweg, der technische Entscheidungen nicht von den Vorstellungen einzelner abhängig macht.

Häufig wird mit einer Umstellung auf ein neues System lange gewartet

Häufig wird mit einer Umstellung auf ein neues System lange gewartet, um möglichst kostensparend zu sein. Da man auf diese Weise jedoch einen Berg an Investitionen vor sich her schiebt, reicht in vielen Fällen das vorhandene Budget mit Mühe für die Hardware und einen Teil der Software. Also ist die Versuchung groß nach „Baumarkt-Mentalität“ Geräte und Programme zu kaufen und dann auszuprobieren, wie weit man mit Bordmitteln kommt.

Die Produktivität der unternehmensinternen EDV ist in den letzten zehn Jahren stark gestiegen. Die Investitionsbereitschaft ist aber nicht entsprechend gewachsen. Im Gegenteil: Viele Unternehmen haben versucht, von Jahr zu Jahr niedrigere IT-Kosten zu erreichen. Was natürlich nur für einen begrenzten Zeitraum klappt. Unser Tipp: Bringen Sie Kontinuität in Ihre IT! Gerne helfen wir Ihnen dabei.

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