Herausforderung fürs Web-Design

Usability als Erfolgsfaktor von Responsive Sites

Der erste Eindruck einer Website bestimmt maßgeblich über deren Erfolg. Bereits nach wenigen Sekunden entscheidet der Besucher, ob er bleibt oder wieder geht. Die Kriterien haben sich in den vergangenen 15 Jahren nur wenig verändert: Der Nutzer muss sich orientieren und die Bedienung als angenehm empfinden.

Idealerweise löst die Benutzung zusätzlich positive Emotionen aus, damit sich der Nutzer noch wohler fühlt. Heute werden Websites auf unterschiedlichsten Bildschirmgrößen aufgerufen, was das Thema Usability zur echten Herausforderung macht.

Häufig wird verkannt, dass es nicht damit getan ist, mal schnell ein Responsive Design über die vorhandene Site zu stülpen – das Ergebnis ist meist grausam. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Erst die Grundlagenarbeit, dann Gestaltung, testen, migrieren und neue Inhalte produzieren und schließlich die Umsetzung. Es ist schwierig, sich vorzustellen, wie das Ergebnis auf den verschiedenen Bildschirmen aussehen wird. Auch lässt sich der Aufwand meist nur schwer im Vorwege abschätzen. Umso wichtiger sind beispielsweise Tests auf Basis eines Prototyps.

Infografik: Usability ist durch 5 Qualitätskomponenten definiert

Auch wenn es vielleicht auf den ersten Blick überraschen mag: Ein gutes User Interface ist weit mehr als nur hübsches Design. Erst wenn alle Komponenten wie Gestaltung, Interaktion, Inhalte und Struktur optimal aufein-ander abgestimmt sind, kann eine Site wirklich begeistern! Dabei ist die einfachere, aber besser funktionierende Gestaltung in vielen Fällen die beste Wahl. Die Anforderungen verschiedener Zielgruppen unterscheiden sich je nach Alter, Ausbildung und Internet-Erfahrung erheblich. Im Wesentlichen sind es fünf wichtige Faktoren, die für die Qualität des Auftritts sorgen: Einfache Erlernbarkeit, gute Effizienz, Einprägsamkeit, geringe Fehleranfälligkeit und Erfüllung der Bedürfnisse.

Wenn ein Benutzer eine Site das erste Mal aufruft, muss es für ihn ohne Aufwand möglich sein, die wesentlichen Aufgaben zu erledigen, für die er die Site besucht. Sobald die Nutzer die Gestaltung verstanden haben, ist es wichtig, dass sie die anliegenden Aufgaben schnell und mit geringem Aufwand erfüllen können. Kommt ein Nutzer eine Zeit lang nach seinem ersten Besuch auf die Website zurück, ist es notwendig, dass er sich schnell wieder orientieren kann. Nicht jeder Nutzer findet sich auf Anhieb auf einer Website zurecht. Umso wichtiger ist es, dass in der Praxis berücksichtigt wird, ob seitens des Benutzers Bedienungsfehler entstehen, wie schwer diese Fehler sind und wie leicht sie behoben werden können. Letztendlich bleibt ein Gefühl beim Nutzer zurück, ob seine Bedürfnisse erfüllt worden sind. Anhand dieses Gefühls wird er das User Interface und die gesamte Website rückblickend beurteilen. Und das kann anhand von Testszenarien oder Befragungen ermittelt werden.

Im Web finden sich zahllose praktische Tipps und Anleitungen zur Verbesserung der Usability von Websites. Dabei ist wichtig, stets die Gesamtheit vor Augen zu haben. Es hilft nicht, einzelne Maßnahmen perfekt durchzuführen, dabei aber andere Baustellen in großer Zahl beizubehalten. Die meisten Regeln betreffen dabei die technische Implementierung, strukturelle Aufbereitung und Navigation sowie Aufbereitung der Inhalte.

Üblicherweise fällt es schwer, die eigenen Fehler zu entdecken. Wer sich über einen längeren Zeitraum mit seiner Website beschäftigt, übersieht meist die Dinge, die fremden Nutzern auffallen. Also hilft es, sich repräsentative Testpersonen zu organisieren und anhand von Aufgaben ihre Eindrücke und Verbesserungsvorschläge zu ermitteln. Meist reichen schon fünf oder sechs User dafür aus.

Natürlich sollte zu Beginn einer Optimierung der Blick auf die wesentlichen Wettbewerber stehen. Diese haben nämlich meist eine sehr ähnliche Kommunikationsaufgabe und Marktsituation. Also lässt sich auf billige Art und Weise eine Menge von Ideen und Features finden, die bei geringfügiger Anpassung übernommen werden können. Seien Sie sicher: Ihre Wettbewerber haben vermutlich auch bei Ihnen aus diesem Grund vorbeigeschaut.

Fragen Sie möglichst jemanden, der sich damit auskennt. Auch wenn die Mittel für die Realisierung Ihres Auftritts begrenzt sind, bringt langjährige Routine in der Gestaltung, Umsetzung und Nutzung verschiedenster User Interfaces oft den entscheidenden Vorteil für die sinnvolle Konzeption und Umsetzung. Sie vermeiden so falsche Weichenstellungen und garantieren langfristigen Erfolg.

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