Frauen in der IT auf dem Vormarsch

Auflösung tradierter Rollenbilder und Klischees

In den Unternehmen der deutschen Tech-Branche findet sich aktuell nur einen Frauenanteil zwischen 20 und 25 Prozent. Die Gründe dafür sind so vielfältig wie die sich daraus ergebenden Konsequenzen.

Angesichts des enormen Fachkräftemangels in der Branche und des zugleich hohen Bedarfes an Lösungen für gleichermaßen männliche wie weibliche Nutzer muss dringend umgedacht werden! Denn es gibt viele Gründe und auch Beispiele, wo dies erfolgreich gelingt. Diese stellen Ansporn und Verpflichtung für andere dar, es gleichzutun.


Nirgendwo werden Fachkräfte so gesucht wie in der rasant wachsenden IT-Branche. Viele neue Startups und Geschäftsmodelle, aber auch die sich neu ausrichtenden
alten Unternehmen, suchen händeringend nach Arbeitskräften für Entwicklung und Programmierung und auch Bereiche wie digitales Marketing, Datenschutz, Projektleitung und vieles mehr. Da sich das tradierte Rollenbild in den Köpfen verankert hat, haben viele Unternehmen weibliche Fach- und Führungskräfte überhaupt nicht auf dem Schirm. Ein fataler Fehler, wie wir meinen!

Frauen in der IT auf dem Vormarsch

Eine überwiegend männliche Belegschaft bringt viele Nachteile mit sich. Oder andersherum: Frauen in IT Fach- und Führungspositionen bringen viele Vorteile für das Unternehmen. Üblicherweise werden digitale Systeme gleichermaßen von Frauen wie Männern eingesetzt. Es liegt nahe, dass eine ausschließlich von Männern konzipierte und umgesetzte Software nicht in gleicher Weise auf die durchaus unterschiedlichen Anforderungen eingeht wie ein System, welches auch während der Entstehung auf Vielfalt setzt.

Das umfasst nicht nur Geschlechter, sondern auch soziale und kulturelle Hintergründe: Je bunter das Team umso mehr geht das Ergebnis auf die einzelnen Nutzergruppen ein. Wer also bereits heute internationale Entwickler- und Projektteams einsetzt, ist hier deutlich im Vorteil.
So wurde das erste Computerprogramm der Geschichte von einer Frau geschrieben: Ada Lovelace, eine britische Mathematikerin des 19. Jahrhunderts, die wegen ihrer Arbeit mit Algorithmen immer wieder als Visionärin für die Informatik genannt wird.

Aber auch in der heutigen Zeit gibt es einige herausragende Beispiele für weibliche Mega-Karrieren in der IT wie zum Beispiel Marissa Mayer bei Google und Yahoo.
Dabei geht es gar nicht so sehr darum, in allen Tätigkeiten überlegen zu sein. Viele Jungen sind heute noch mehr in Kontakt mit handwerklichen Tätigkeiten als Mädchen, so dass manche über einen Vorsprung an technischen Erfahrungen verfügen, Tendenz deutlich abnehmend. 
Für ein gut funktionierendes IT-System geht es jedoch nicht allein um diese technischen Fertigkeiten, die Anforderungen sind heute weit komplexer.


Andersherum sind bei Frauen häufig kommunikative und soziale Fähigkeiten ausgeprägter als bei technischen „Nerds“, die für IT-Projekte mindestens ebenso wichtig sind wie das rein technische Entwickeln. Je komplexer Systeme werden, umso umfangreicher werden die kommunikativen und koordinierenden Arbeiten drumherum.

Und da kommt es zum Beispiel auch auf die Fähigkeit an, sich in die anderen hineinzudenken.
Interessanterweise verfügen Frauen nachweislich über eine höhere Anpassungsfähigkeit als Männer, was in Zeiten großer Veränderungen ein enormer Vorteil ist. Das kommt ihnen beim gegenwärtigen Strukturwandel deutlich entgegen. Denn da sind Flexibilität und Kreativität deutlich gefragter als die Fähigkeit, langjährig erprobte Vorgehensweisen präzise abzuspulen.



Auch wenn unser Frauenanteil tatsächlich sogar unter dem Marktdurchschnitt liegt, sind wir stolz auf „unsere“ Frauen. Da wir immer auf der Suche nach Mitarbeitern sind, die sich für den jeweiligen Job am besten qualifizieren – ganz egal welches Geschlecht, freuen wir uns besonders, wenn sich auch viele Frauen bei uns bewerben.

Dabei geben wir durchaus auch Quereinsteigern eine Chance, Eignung vorausgesetzt.
Es bleibt spannend zu beobachten, ob sich mit zunehmender Normalität der IT-Nutzung in allen Lebensbereichen die Anteile weiter verschieben. Wir würden es uns wünschen! Unseren Anteil tragen wir gerne dazu bei, sei es mit besonderer Förderung, neuen Gestaltungsspielräumen und auch der Berücksichtigung besonderer zeit­licher Anforderungen. Mehr unter www.lynet.de/karriere
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