Facebook wird erwachsen!

War vor genau einem Jahr für viele noch Facebook der Inbegriff des Trendigen und Jugendlichen, so hat die zunehmende Nutzung durch Erwachsene und die Generation der Eltern dazu geführt, dass die Jüngsten verstärkt andere Netzwerke für sich entdecken.

Facebook wird erwachsen

Ein Jahr nach dem Börsengang ist Facebook Alltag für 25 Millionen Deutsche und weltweit 1,1 Milliarden Nutzer. Damit verliert es auch den Reiz des Neuen, denn es gilt bei manchem Jugendlichen als „elternverseucht“. Facebook als moderne, protestorientierte Kommunikationsform hat ausgedient: Wer sich von der Elterngeneration absetzen möchte, wandert weiter zu anderen Medien, um dann vermutlich in zwei Jahren wiederum neue Plattformen zu erobern. Wer erinnert sich heute noch daran, dass bei der Generation Rock’n’Roll die Musik eine Protestform war, die Jahre später als Inbegriff des Konservativen galt?

Diese Entwicklung kann also beruhigen: Man erreicht nicht mehr nur diejenigen, die eh kaum zu erreichen sind, da sie jedem neuen Trend hinterherlaufen, sondern man erreicht ganz normale Zielgruppen, die man mit einer gewissen Beständigkeit mit nützlichen Inhalten und Geschichten rund um das eigene Leistungsangebot ansprechen kann. Diese Technik, der eine große Zukunft zugesagt wird, löst sich von direkter Werbung, wie dies noch bei Anzeigen, Bannern oder Werbespots der Fall war. Werte werden von Experten und Nutzern glaubwürdig demonstriert, anstelle vom Unternehmen nur behauptet.

Nun reden sich Experten die Köpfe heiß über die Frage, ob der Anfang vom Ende des Social-Media Netzwerks Facebook eingeläutet ist. Das Unternehmen selbst sieht es gelassen: Natürlich nutzen vor allem jüngere Nutzer mehrere Soziale Netzwerke, aber gleichzeitig nimmt die Nutzungszeit auch in diesen Altersgruppen insgesamt zu. Ein sattes Wachstum also, was auch beim Umsatz zu sehen ist. Auch wenn bei Facebook immer noch viel im Experimentierstatus ist und stetig überarbeitet wird. Dies bedingt auch die stark zunehmende Nutzung über Smartphones, die Weiterentwicklungen erforderlich macht.

Lange Diskussionen gab es schon vor dem Börsengang um das Geschäftsmodell dieses Netzwerks. Es ist kein Geheimnis, dass Facebook verglichen mit den Anforderungen des deutschen Datenschutzes eine Menge an Informationen über Eigenschaften und das Verhalten seiner Nutzer sammelt. Anschließend wird versucht, damit nachhaltig Geld zu verdienen. Das kann dann durch zielgerichtete Werbung und über die Beteiligung an Transaktionen sein.

Für eine Einschätzung, inwieweit Facebook von einer Spielerei unter Jugendlichen zum bedeutsamen Bestandteil der eigenen Kommunikationsstrategie wird, reicht es nicht, die eigene Meinung zu berücksichtigen. Viele Faktoren helfen dabei: Was machen meine Wettbewerber? Von woher wachsen meine Zielgruppen nach? Wie verändern sich meine Märkte insgesamt? Wie verändert sich die Wahrnehmung meines Unternehmens?

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