Digitales Zeitalter – Feierabend neu erlernen

Stress vermeiden durch Abschalten elektronischer Geräte

In Zeiten der digitalen Wissensarbeit ist es alltäglich geworden, dass überall und jederzeit gearbeitet wird. Die ständige Erreichbarkeit über das Smartphone kann jedoch unzufrieden und unproduktiv machen. Daher ist es wichtig, trotz der Flexibilisierung des Arbeitsalltags für etwas entspannenden Abstand zu sorgen.

Einst galt das Diensthandy als Zeichen, eine gewisse Hierarchiestufe in großen Konzernen erreicht zu haben. Das führte dazu, dass in vielen Unternehmen heute die Kultur besteht, rund um die Uhr für die Firma erreichbar zu sein. Mal eben noch fünf oder zehn Mails nach Dienstschluss beantworten, immer in der Angst, etwas zu übersehen oder zu spät zu antworten. Nicht jeder kann mit dieser gefühlten Verpflichtung richtig umgehen. Mit dem Ergebnis, dass selbst junge Arbeitskräfte schon nach wenigen Jahren ausgebrannt sind und dann dem Unternehmen erst recht nicht mehr nützlich sein können.

Seitdem wir auch privat permanent von digitalen Medien umgeben sind, hat sich unser kommunikativer Stress deutlich erhöht: Unsere „always on“ Kultur führt dazu, dass wir eigentlich immer abwesend sind. Das macht krank und unproduktiv. Hinzu kommt, dass durch die Informationsflut viel mehr Dramatisches und Bedrohliches von überall auf der Welt an uns herangetragen wird. In der digitalen Welt findet die öffentliche Meinung durch die Anonymität zudem zunehmend als Hysterie mit Hetze, Shitstorms, Häme und Denunziation statt. Es ist unmöglich, diesem Informations-Overload zu entkommen.

Digitales Zeitalter – Feierabend neu erlernen

Auch wenn immer weiter neue vernetzte Geräte und Anwendungen erfunden werden, hat die digitale Kultur sicherlich einen Höhepunkt erreicht. Zu erkennen daran, dass der zusätzliche Nutzen durch Erfindungen wie Smartwatches im Vergleich zu vielem anderen immer geringer wird. Viele Märkte sind durch die Anbieter getrieben: Die wenigsten Menschen möchten beispielsweise wirklich eine Smartphone-Steuerung des Autos, aber es wird angepriesen und verkauft. Stattdessen besinnen sich zunehmend Menschen auf einen Gegentrend der „medialen Askese“, die es zu lernen und zu leben gilt.

Unter dem Begriff „Digital Detox“ sammeln sich inzwischen von Amerika ausgehend Menschen, die sich nach einer Renaissance des Humanen sehnen. Als Reflexion der Erfahrungen mit der intensiven Mediennutzung lernen Menschen, nein zu sagen und den Blackberry auch einfach mal abzuschalten. Es werden Seminare und Camps veranstaltet, alle mit dem Ziel, einen verantwortungsvollen Umgang zu erlernen.

Vor allem die modernen Arbeitsstrukturen in Technologie-Unternehmen wie Google oder Startups führen dazu, dass hier kaum auf Arbeitszeiten und Intensität geachtet wird. In Zeiten des chronischen Nachwuchsmangels können so Kapazitätsengpässe vermieden werden. Entsprechend kommt der Kampf gegen die „Sklaverei der modernen Kommunikation“ direkt aus dem Silicon Valley.

Dort ist die Bewegung schon zu einem Massenphänomen geworden. Und gleichzeitig zu einem lukrativen Markt. Das viertägige Sommercamp mit strengen Regeln ohne jegliche digitale Kommunikation inmitten des kalifornischen Waldes für 600 Dollar ist seit langem ausverkauft. Auch in Europa finden sich entsprechende Reise- oder Ferienangebote. Ein erster Schritt lässt sich eigenständig und ohne Dritte gehen.

Nicht nur der Einsatz eines Werkzeuges will erlernt sein, sondern auch seine Grenzen. Bei guter technischer Planung und Umsetzung lassen sich viele Prozesse so gestalten, dass Arbeits- und Kommunikationsbedarf außerhalb der Arbeitszeiten gar nicht erst entsteht. Auch wenn dies Geld kostet, sollte es Standard sein. LYNET hilft gerne dabei, die Nerven Ihrer Mitarbeiter zu schonen!

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