Der Siegeszug von Mixed-Office

Klassischer Desktop vom Aussterben bedroht


Überraschend zufrieden sind die meisten Unternehmen und Mitarbeiter mit den Erfahrungen der coronabedingten
 Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Hause. Insbesondere für die großen Metropolen mit hohen Raumkosten und 
langen Anfahrtswegen wird zumindest eine Mischung von beiden Arbeitsformen als künftiger Normalzustand erwartet.


Die Vorteile liegen auf der Hand: Das Unternehmen ist attraktiver für Mitarbeiter, spart Kosten und zudem können Home-Office-Mitarbeiter durchaus produktiver und zufriedener sein. Zudem wird die häufig geschmähte Provinz zum Standortvorteil: Wer Heimarbeit als Normalfall akzeptiert und die notwendige Technik gut genug aufsetzt, wird künftig keine Schwierigkeiten mehr haben, Fachkräfte aus der Großstadt anzuwerben. Andersherum kann davon ausgegangen werden, dass jetzt so mancher Städter ins Grüne zieht, um dann nur zu wenigen Präsenztagen ins Büro in die Stadt zu fahren.


Klar, dass dies etwa für die Produktion nicht-digitaler Güter oder physische Dienstleistungen nicht funktioniert. Bei vielen anderen Abläufen sind jedoch heute bereits digitale Werkzeuge verfügbar, die traditionelle Vor-Ort Mechanismen wie Kontrolle oder Kommunikation abbilden und geschickt eingesetzt sogar deutlich höhere Qualität ermöglichen. So manches Geschäftsmodell wird sich in dieser Zeit angesichts der Pandemie umwandeln und damit zugleich Grundstein für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sein. Überall dort, wo es möglich ist, sollte daher die Basis für die Zukunft geschaffen werden.


Der Siegeszug von Mixed-Office

Es gab viele konstruktive Neuerungen

Spannend war die Quasi-über-Nacht Umstellung in vielerlei Hinsicht: Eine derartige Risikobereitschaft hat es in deutschen Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten nie gegeben. Geschaffen wurden minimal funktionierende Systeme wie aus dem Lehrbuch. Relativ schnell wurde bereits ein Großteil der Dienstreisen via Videocall abgewickelt und hoppla – hat ja auch geklappt! Rasch hatte man sich daran gewöhnt und verbessert die Abläufe konsequent. Damit hat man schnell nützliche Ergebnisse und vor allem blieb der befürchtete Stillstand aus. Nein, stattdessen gab es sogar viele konstruktive Neuerungen!

Am einfachsten war es, wo bereits Infrastruktur und Prozesse für mobiles Arbeiten vorhanden waren. Dort wurde einfach die Anzahl der Nutzer erhöht. Aber auch in vielen anderen Bereichen entstanden kreative Lösungen für die neuen Anforderungen, die einfach waren und erstaunlich gut funktionierten. Diese positiven Erfahrungen haben nun dazu geführt, dass viele Unternehmen eine dauerhafte Veränderung als Chance begreifen.
Der nächste Schritt ist jetzt die konsequente Ausgestaltung des neuen Arbeitsmodells. Wer abwechselnd extern und im Büro arbeitet, kommt mit Notebook und Docking-Station deutlich besser zurecht als mit dem klassischen PC. Daran sollten Sie also spätestens beim nächsten Austausch der PCs achten. Aber auch andere Bestandteile des Arbeitsplatzes müssen berücksichtigt werden.


Neben diesen harten Faktoren setzt die ortsunabhängige Abarbeitung von betrieblichen Abläufen eine vollkommen andere Struktur an Aufgabenübertragung, Leistungsmotivation, Steuerung und Kontrolle voraus. Unternehmen, die dies also bislang aufgrund der räumlichen Nähe eher implizit vor Ort geregelt haben, müssen in vielerlei Hinsicht umdenken. Andernfalls drohen drastische Produktivitätsrückgänge oder Qualitätsverluste.
Trotz aller technischen Mittel muss es erreicht werden, dass Miteinander und Kommunikation auf neuen Wegen sichergestellt werden.

Die Entgrenzung der Arbeit führt ohne Sozialkontakte leicht zu Überlastung mit entsprechenden gesundheitlichen Folgen. Oft hilft es, technische oder organisatorische Unterstützung zur Bewältigung dieser großen Veränderungen zu nutzen. Wir helfen gerne!