Altes Eisen rostet doch!

Oldies im Rechenzentrum werden zum Risiko

Ziemlich teuer ist sie die IT, mit ihren Kosten für Hardware, Software und notwendige Konfiguration. Dementsprechend wird meist lange überlegt, bevor in den sauren Apfel einer Investition gebissen wird. Das lässt sich gut nachvollziehen: Ist das Projekt umgesetzt, wird meist davon ausgegangen, dass in den kommenden Jahren nur noch die Abschreibungen anfallen. Was natürlich fatal ist, denn wie beim Auto auch, erfordert die IT kontinuierliche Wartung. Andernfalls drohen katastrophale Datensicherheitsprobleme bis hin zur Existenzgefährdung.

Was viele Unternehmensleitungen jedoch nicht wissen: Sie sind unter Umständen sogar persönlich für Datensicherheit haftbar. Der Geschäftsführer unterliegt bestimmten Sorgfaltspflichten, die er tunlichst einhalten sollte. Was leichter gesagt als getan ist, denn die technischen Zusammenhänge sind oft so komplex, dass es schwer ist, sie zu durchschauen. Sofern alles läuft, ist die Versuchung groß, getreu dem Motto „Never change a running system“ abzuwarten, bis etwas getan werden muss. Mit der Folge, dass mancher Methusalem der EDV aufs Ableben wartet.

Infografik: Das Aufgabenspektrum der Softwarewartung

Für die planmäßige Lebensdauer von Geräten lassen sich einfache Faustformeln aufstellen: Ein durchschnittlicher Server sollte nach 4-5 Jahren abgelöst werden, ein Arbeitsplatz nach 3-4 Jahren. Sind Sie darüber, sparen Sie zwar die Investition, allerdings wird der gesamte Prozess tendenziell eher teurer. Denn neben der Anschaffung und der initialen Konfiguration muss heute erschreckend häufig für die Aktualität des Systems gesorgt werden. Zwar aktualisieren sich die meisten aktuellen Betriebssysteme in der Theorie eigenständig, was es aber auch nicht leichter macht. Denn zum einen sind nicht nur Betriebssysteme relevant, sondern auch eine Vielzahl weiterer Programme. Und auch die Automatisierung schlägt in so vielen Fällen fehl, dass zumindest eine Kontrolle und Überwachung erfolgen muss.

In der Praxis kennen wir diese Situation gut, insbesondere bei kleineren oder mittelständischen Unternehmen. Häufig wird bis zur nächsten Anschaffung weder Wartung durchgeführt, noch wird der Betrieb überwacht. Um hier Abhilfe zu schaffen, haben wir für unsere Kunden einen Erinnerungsservice entwickelt. In regelmäßigen Intervallen melden wir uns und erinnern Sie an die notwendigen Tätigkeiten. Meist beauftragen die Kunden uns dann mangels eigener Administrationskapazitäten auch mit der Durchführung. Neben der Überprüfung der Aktualität Ihrer Systeme kümmern wir uns auch in definiertem Umfang um Anomalien während des Betriebs, etwa durch Kontrolle der Logfiles. Damit vermeiden Sie, dass Sie sich in Sicherheit wiegen, aber in Wirklichkeit seit längerer Zeit nichts so läuft, wie es sollte. Wenn Sie möchten, nehmen wir auch Sie in diesen Recall-Service mit auf!

Besonders wichtig ist dies, sofern Systeme permanent mit dem Internet verbunden sind. Denn dann erhöht sich die Anzahl möglicher Angreifer gleich auf hunderte von Millionen. Deshalb ist es unerlässlich, bekannte Systemlücken an Web- und Datenbankservern innerhalb weniger Stunden zu schließen. Auch hier bemühen sich viele Systeme um die eigenständige, vollautomatische Aktualisierung, was aber auch nicht immer richtig funktioniert.

Grundlage der meisten Redaktionssysteme und Shops sind Programmiersprachen wie PHP, die Datenbank MySQL, Apache und viele mehr. Auch diese müssen vielfach im Jahr mit Updates versorgt werden. Das ist natürlich viel leichter, wenn man wie LYNET für hunderte Server verantwortlich ist, als für den Fall der Betreuung eines einzigen Webservers im Unternehmen.

Veraltete Versionen funktionieren zwar zunächst weiter, werden aber irgendwann bei besonderen „ungefixten“ Sicherheitslücken auch vom Provider deaktiviert. Dann muss also auf die neueren Versionen umgestellt werden, was manchmal mit einigem Programmieraufwand verbunden ist. Denn neuere Versionen werden natürlich weiterentwickelt und sind nicht immer hundertprozentig kompatibel mit den Aufrufen in den alten Release-Ständen.

Bei all dem lassen Sie sich sinnvollerweise gerne durch jemanden unterstützen, zu dessen Tagesgeschäft diese Thematik gehört. So vermeiden Sie unnötigen Aufwand und minimieren das Risiko, dass Datenverluste oder andere Schäden eintreten. Wie beim Auto auch: Ölwechsel und Bremsenwartung müssen sein! Entsprechendes gilt auf digitale Technik übertragen – auch für IT und Internet.

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