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Rightsizing Internet of Things

27.09.2017 Dr. Henning Hach

Von technischer Spielerei zum relevanten Business Case…

Auch wenn der Begriff IoT bereits vor der Jahrtausendwende entstanden ist, so finden sich erst zwanzig Jahre später die ersten praktischen Anwendungen, denen eine gewisse Massentauglichkeit zugestanden werden kann. Die letzten beiden Jahrzehnte waren vor allem getrieben durch die Schaffung der technologischen Basis und der Frage, wie so etwas überhaupt funktionieren soll. Nun, wo diese Fragen geklärt sind, gehen neuste Schätzungen von bis zu 20 Milliarden IoT-Geräten im Jahr 2020 aus. Eine Menge, die es mit Leben zu füllen gilt.

IoT - Internet of Things

Sinnvolle Anwendungen sind gefragt

Dabei ist vor allem wichtig, sich auf Dinge zu konzentrieren, die wirklich sinnvoll sind. Natürlich lassen sich an jeder Ecke beliebige Sensoren implementieren, die Daten sammeln und verknüpfen. Ohne einen wirklichen Mehrwert, sind diese Projekte jedoch zum Scheitern verurteilt. In bestimmten Anwendungsfeldern lassen sich diese Mehrwerte leichter nachweisen als in anderen, etwa im Bereich der Medizin, Produktion, Landwirtschaft, Verkehrssteuerung und Umweltüberwachung, beim Transport oder dem Energiemanagement. Auch wenn im Consumer-Bereich langfristig mit den größten Installationszahlen zu rechnen ist, ist es wegen der Wettbewerbsintensität und der daraus resultierenden anbieterseitigen Heterogenität auf diesen Märkten deutlich schwerer, reale Produkte zu schaffen.

Flächeneckende Erreichbarkeit dank NB-IoT

Einen weiteren Schub wird das Internet of Things mit dem LTE basierenden "NarrowBand IoT" bekommen, das ab Ende diesen Jahres erstmals verfügbar sein soll. Denn damit lassen sich batteriebetriebene Geräte mit niedrigem Energiebedarf umsetzen, die lange Zeit autark Daten senden und empfangen können. Bislang wird noch in vielen Fällen WLAN oder Blutetooth vorausgesetzt, was den räumlichen Einsatz stark einschränkt.

Rechtzeitig die Weichen stellen!

Wie bei allen Innovationen mangelt es aktuell neben der Verfügbarkeit real einsetzbarer Implementierungen zugleich an Verständnis, welchen wahren Wert diese neuen Technologien wirklich besitzen. Das muss erst mühsam gelernt werden, zum Beispiel anhand von digitalisierten Wertschöpfungsketten. Allerdings und das ist wichtig, macht es wenig Sinn, dann auf den fahrenden Zug aufzuspringen. Nur wer sich frühzeitig damit auseinandersetzt, kann es schaffen, nicht von schlanken Innovatoren am Markt überholt zu werden. Wenn Sie also noch nicht damit begonnen haben, wird es höchste Zeit! Gerne begleiten wir Sie bei diesem Prozess und übernehmen für Sie die Rolle des Innovationstreibers. Sprechen Sie mich gerne an!