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Progressive Web Apps: die besseren Web Apps

04.08.2017 Mike Brockmöller

Extrem schnell und ohne App-Store installierbar

Mit dem Siegeszug der Smartphones hatte vor einigen Jahren noch jedes Unternehmen, das etwas auf sich hielt, eine eigene (native) App. Die harte Realität hat diese Begeisterung etwas abgeschwächt: Nutzerzahlen und Nutzung standen meist in keinem Verhältnis zum Aufwand.

Allerdings nimmt der Anteil der mobilen Nutzung des Internet kontinuierlich zu. Entsprechend ist es wichtig, die Smartphone-Anwender besonders zu berücksichtigen. Ideal ist eine perfekte App, die schnell ist, von Design und Inhalt auf den Nutzer zugeschnitten ist, maximale Usability ermöglicht und auch in Sachen User Experience auf die Bedürfnisse des Benutzers zugeschnitten ist.

Bislang erfordert die Suche und Installation einer App eine Menge Arbeit: Irgendwoher wird man auf die App aufmerksam, sucht sie im App-Store, installiert sie, startet sie, um dann allzu häufig festzustellen, dass man sie eigentlich nicht benötigt. Entsprechend verstauben auf den meisten Geräten unzählige Apps, die einmal gestartet wurden und dann nie wieder.

Die Zukunft der Web-Entwicklung

Schön wäre es also, dass die App direkt aus dem Web aufgerufen werden kann um sich dann bei wiederholter Nutzung erst ohne viel Aufwand zu installieren. Gab es schon seit längerem Web-Apps als individualisierte Form mobiler Webseiten, die über den Browser aufgerufen werden, so ist dies mit Progressive Web Apps (PWA) möglich: Eine Mischung aus nativen Apps, die durch App-Stores beispielsweise von Apple oder Google installiert werden können und browserbasierten Web-Apps.

Keine bestehende Internetverbindung notwendig

Progressive Web-Apps bieten eine Menge der Funktionen, die sonst nativen Apps vorbehalten sind: Zugriff auf die Kamera, Vibration, Push-Notifications, Geolocation und vieles mehr. Allerdings fristen sie bislang ein Nischendasein, da die großen Hersteller, allen voran Apple aus kommerziellen Gründen die eigenen App-Stores stützen wollen. PWAs updaten sich bei jedem Aufruf von alleine, sind also immer aktuell. Im Gegensatz zu Web-Apps benötigen sie keine bestehende Internetverbindung, sondern speichern ihre Daten und den Programmcode lokal auf dem Gerät. Und sie sind in den meisten Fällen deutlich schneller als „normale“ Apps. Unter Android ist die Unterstützung schon voll umfänglich, auch bei der Google Suche tauchen sie normal mit auf. Auch wenn bei Apple einige Features derzeit noch nicht implementiert sind, funktioniert vieles bereits jetzt. Zudem gehen Analysten davon aus, dass Apple um PWA nicht umhin kommen wird, ähnlich wie dies bei HTML5 der Fall war.

Wir teilen Ihre Vision von der eigenen App

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